Das SLAMF1-Gen der Allergie Auslöser bei 71% der Bulldoggen

 

 

Wichtige Verbraucher-Info: Neue Erkenntnisse zur Hautgesundheit der Französischen Bulldogge

 

Wer sich für eine Französische Bulldogge interessiert, stößt oft auf das Thema Allergien und chronischen Juckreiz (Atopische Dermatitis). Lange Zeit galten diese Probleme als „rassetypisch“, ohne dass man die genaue genetische Ursache kannte. Ein wissenschaftlicher Durchbruch im Jahr 2025 hat dies grundlegend geändert.

 

Das SLAMF1-Gen: Der genetische Marker für Allergierisiken

In einer großangelegten Studie, die im Juni 2025 im Fachjournal Frontiers in Veterinary Science veröffentlicht wurde, haben Forscher (u.a. von Wisdom Panel / Mars Petcare) erstmals einen spezifischen genetischen Marker identifiziert, der das Risiko für Umweltallergien steuert: das SLAMF1-Gen.

Die Fakten für Hundekäufer:

  • Weite Verbreitung: Rund 71 % aller Französischen Bulldoggen tragen die Risiko-Variante in diesem Gen.

  • Risiko-Faktor: Hunde mit dieser genetischen Veranlagung haben ein doppelt so hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens eine atopische Dermatitis zu entwickeln. Dies äußert sich oft in chronischem Juckreiz, Pfotenlecken und Hautentzündungen durch Pollen, Hausstaubmilben oder Gräser.

  • Biologischer Hintergrund: Das SLAMF1-Gen beeinflusst die Steuerung des Immunsystems. Bei betroffenen Hunden reagiert die Immunabwehr fehlerhaft auf harmlose Umweltreize.

Was bedeutet das für den Hundekauf?

Hautprobleme sind für den Hund schmerzhaft und für den Besitzer oft mit lebenslangen Tierarztkosten verbunden. Da es nun einen validierten Gentest für diesen Marker gibt, ist es für Käufer möglich, gezielter nachzufragen.

  1. Genetische Transparenz: Käufer sollten darauf achten, ob die Elterntiere auf moderne Gesundheitsmarker wie SLAMF1 getestet wurden.

  2. Farbe und Hautbarriere: Wissenschaftliche Daten zeigen zudem, dass Hunde mit aufgehellten Farben (wie Blau oder Lilac) durch die Genetik der Haarstruktur (CDA) oft eine zusätzlich geschwächte Hautbarriere haben. In Kombination mit einem positiven SLAMF1-Status steigt das Risiko für schwere Verläufe deutlich an.

  3. Vorsorge: Ein Hund, der genetisch "frei" von der SLAMF1-Risikovariante ist, hat die statistisch besten Voraussetzungen für ein Leben ohne chronische Allergiebeschwerden.

Wissenschaftliche Quellen und Belege

Diese Informationen basieren auf aktueller Genforschung. Hier können Sie die Details in den Originalpublikationen nachlesen:

Diese Information dient der Aufklärung von Verbrauchern, um die Gesundheit und das Wohlbefinden der Rasse langfristig zu fördern.